Treibstoff fürs Berufsleben

IHK-Wirtschaftsführerschein 2017 startet mit 750 Schülern im Staatstheater Wiesbaden

18. Januar 2017 - Mit mehr als 750 Schülern ist der IHK-Wirtschaftsführerschein 2017 am Dienstag, 17. Januar, im Hessischen Staatstheater Wiesbaden an den Start gegangen: Die IHK Wiesbaden geht damit in die neunte Runde ihres vielbeachteten Projekts, das die Ausbildungschancen von Jugendlichen der Haupt-, Real- und Gesamtschulen verbessert. „Seit Jahren fordert die Wirtschaft, dass die Jugendlichen in den Schulen besser auf die Anforderungen des Berufslebens vorbereitet werden“, sagte IHK-Präsident Dr. Christian Gastl zum Auftakt. „Die Unternehmen in der IHK haben daher 2009 entschieden, etwas zu unternehmen – und ein eigenes Programm aufzulegen.“ Inzwischen beteiligen sich nahezu alle staatlichen Schulen aus der Region an dem Projekt – genau 755 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 aus 20 Schulen in Wiesbaden, Hochheim und dem Rheingau-Taunus-Kreis haben sich in diesem Jahr angemeldet. Beim IHK-Wirtschaftsführerschein erwerben die Jugendlichen wirtschaftliches Grundwissen und können in einer Kompetenzanalyse ihre Talente und Interessen prüfen. Mit einem Bewerbungs- und Persönlichkeitstraining wird ihnen die berufliche Orientierung erleichtert. Absolvieren die Jugendlichen alle Bausteine des Projekts und die Abschlussprüfung mit Erfolg, erhalten sie das Zertifikat zum IHK-Wirtschaftsführerschein.
„Unser IHK-Wirtschaftsführerschein macht euch fit für das spätere Arbeitsleben – und sichert damit zugleich der Wirtschaft in unserer Region Bewerber, die wissen, was sie wollen“, sagte IHK-Präsident Gastl. Dass neben dem Vorsitzenden der Agentur für Arbeit, Alexander Baumann, auch zahlreiche Unternehmer zum Auftakt ins Staatstheater gekommen waren, zeige, wie wichtig es der Wirtschaft in der Region ist, die Jugendlichen beim Start ins Berufsleben zu begleiten. Der IHK-Präsident dankte besonders den Lehrern für ihr Engagement und ihre Motivationsarbeit in dem Projekt, und ebenso den Unternehmern der IHK-Vollversammlung, welche den IHK-Wirtschaftsführerschein tragen. „Schließlich gehört das Projekt nicht zum Standard-Leistungskatalog einer IHK.“ Im Gegenteil: Weder in Hessen noch in ganz Deutschland gibt es ein vergleichbares Modell. So werden die Gesamtkosten vollständig von der IHK und damit von der heimischen Wirtschaft finanziert. Zudem öffnen Unternehmen den Klassen des IHK-Wirtschaftsführerscheins ihre Türen für Betriebsbesuche.
Sowohl bei den Schulen in der Region als auch bei den Unternehmen hat sich der IHK-Wirtschaftsführerschein inzwischen fest etabliert, stellt Gastl fest. So zeigt eine Umfrage der IHK im vergangenen Jahr, dass jeder zweite Ausbildungsbetrieb das Projekt kennt. Vor die-sem Hintergrund machte der IHK-Präsident nochmals deutlich, wie wichtig es ist, dass die Schüler ihren Bewerbungsunterlagen eine Kopie des Abschlusszertifikats beifügen.
Weitere Infos unter gibt es auf der Website zum IHK-Wirtschaftsführerschein.
Zum Hintergrund:
Mit dem IHK-Wirtschaftsführerschein nimmt sich die IHK einem Thema an, das viele Ausbildungsbetriebe bekümmert: die mangelnde Ausbildungsreife vieler Jugendlicher. Ziel des Projekts ist es, die Schüler in der Berufsvorbereitungsphase zu unterstützen, Potenziale zu erkennen und sie für ihr späteres Arbeitsleben fit zu machen. Das 2009 von der IHK Wiesba-den initiierte Projekt wird komplett von der IHK und damit von der gewerblichen Wirtschaft finanziert. Insgesamt besteht der IHK-Wirtschaftsführerschein aus acht Bausteinen, für welche die Schüler auch einen Teil ihrer Freizeit investieren müssen: Auftaktveranstaltung, Kompetenzfeststellung, Besuch der Ausbildungsmesse, Bewerbungs- und Sozialkompetenztraining, Betriebsbesuchs sowie Abschlusstest und Ehrung der Besten. Etabliert hat sich auch der Baustein „Zeitung und Bildung“, bei dem die Schüler über vier Wochen hinweg eine Tageszeitung erhalten und dazu einen Kurzbericht schreiben müssen.
Folgende 20 Schulen nehmen teil:
Aus Wiesbaden: Alexej-von-Jawlensky-Schule, Erich Kästner-Schule, Heinrich-von-Kleist-Schule, Freie Christliche Schule Wiesbaden, Campus Klarenthal, Hermann-Ehlers-Schule, IGS Kastellstraße, Sophie-und-Hans-Scholl-Schule, Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule, Gerhart-Hauptmann-Schule, Wilhelm-Leuschner-Schule, Albrecht-Dürer-Friedens-Schule, Werner-von-Siemens-Schule; aus der Region: Aartalschule (Aarbergen), Limesschule (Id-stein), IGS Wallrabenstein (Hünstetten), Feldbergschule (Idstein), Heinrich-von-Brentano-Schule (Hochheim), Theißtalschule (Niedernhausen), Sankt-Ursula-Schule (Geisenheim)