38.000 Euro für Stipendiaten der Richard-Müller-Stiftung

13 Fachhochschüler erhalten Unterstützung für ihr Auslandsstudium

30. Dezember 2016 - Gute Noten zahlen sich aus: 13 Studierende des Fachbereichs Wirtschaft der Hochschule RheinMain können sich über Stipendien der Richard-Müller-Stiftung mit einer Gesamtsumme von 38.000 Euro freuen. Im Präsidentenzimmer der Industrie- und Handelskammer Wiesbaden gratulierten die Vorstandsmitglieder Elisabeth Ganss, Volker von Franqué, IHK-Hauptgeschäftsführer Joachim Nolde und die Professoren Dr. Patrick Griesar und Dr. Andreas Lenel von der Hochschule RheinMain den Studierenden. Das Geld dient zur Finanzierung eines Auslandssemesters, welches die Stipendiaten im Studiengang „Bachelor of International Business Administration“ verpflichtend absolvieren. Dies ist ganz im Sinne der 1980 von dem Wiesbadener Getränke-Großhändler und langjährigen IHK-Vizepräsidenten Richard Müller ins Leben gerufenen Stiftung: Besonders begabten Studierenden des Fachbereiches Wirtschaft der Hochschule RheinMain soll die Möglichkeit einer wirtschaftlich orientierten Weiterbildung an einer ausländischen Hochschule eröffnet werden. Die Stipendiaten können alle mit hervorragenden Studienleistungen glänzen und befinden sich alle im fünften Semester.
Den besten Notendurchschnitt von 1,3 erreichte Jonas Becker. Nach Auslandsaufenthalten in Australien und Neuseeland will der 21-jährige Wiesbadener nun einen anderen Kulturkreis kennen lernen. Spanisch habe er bereits im Studium gelernt. Er reist zusammen mit Lukas Schnitzler, der für seinen Aufenthalt in der mexikanischen Stadt Puebla ebenfalls ein Stipendium erhalten hat. Die beiden wollen sich zunächst in ein Hostel einquartieren, um dann von dort aus gemeinsam auf Zimmersuche zu gehen. So wie sie haben sich die meisten Stipendiaten für ein Auslandssemester in Lateinamerika entschieden: Anne Seufert, Patrick Gamma und Teresa Theis fliegen ebenfalls nach Mexiko; Lea Helm, Nicola Heß und Christina Lerch wollen in Chile studieren. Marie Stroka hat sich als einzige Stipendiatin ein Ziel in Asien ausgesucht: Sie reist im Februar ins südkoreanische Seoul. „Ich bin fasziniert von Asien“, sagt die 28-Jährige, die bereits Sri Lanka, Kambodscha und Vietnam bereist hat. Ganz fremd werde sie sich in ihrem Studienland nicht fühlen: Sie kennt einen Koreaner, den sie im Rahmen des „Buddy Programms“ der Hochschule RheinMain während seines Gastsemesters in Wiesbaden begleitet hat – ihn werde sie nun in seiner Heimat treffen. Da das Studium auf Englisch laufe, werde es auch keine Sprachschwierigkeiten geben. Als Herausforderung sieht die Studentin vor allem das Wohnen zu Zweit auf zehn Quadratmetern im Studentenwohnheim. Und ebenso die vergleichsweise hohen Lebenshaltungskosten in Seoul. Auch deshalb sei sie sehr froh über das Stipendium.
Mit Sarah Brites Fangueiro, die nach Spanien reist, und Sonja Hennen, die es nach Finnland zieht, haben sich nur zwei Stipendiatinnen für ein Auslandssemester innerhalb Europas entschieden. Kanada und Missouri in den USA sind die Reiseziele der weiteren Stipendiaten Elisabeth Müller und Sascha Jeuthe.