Große Preisspanne bei Ladenflächen

IHK Wiesbaden wertet Gewerbemietspiegel 2016 aus

 

6. Oktober 2016 -  Bei den 1A-Ladenflächen in der Wiesbadener Innenstadt gibt es eine große Preisspanne – die Quadratmeterpreise für die Miete von Einzelhandelsflächen der Fußgängerzone lagen bei den neu abgeschlossenen Verträgen der vergangenen Monate zwischen 15 und 130 Euro. Das zeigt der nun veröffentlichte Gewerbemietspiegel 2016 des IHK-Forums Rhein-Main, der unter www.gewerbemieten-frm.de einen Überblick über Preise für die Miete von Büros, Einzelhandels- und Lagerflächen in der Metropolregion FrankfurtRheinMain gibt. Die Daten basieren auf einer Befragung von Maklern, Wirtschaftsförderern und Sachverständigen vom Juni 2016 zu neu abgeschlossenen Mietverträgen in den vergangenen zwölf Monaten.
„Für viele Unternehmen sind die Mietkosten der zweitgrößte Kostenblock nach den Personalkosten“, sagt Dr. Florian Steidl, Standortexperte der IHK Wiesbaden. „Deshalb steht die Frage nach dem ‚richtigen Preis‘ für Flächen im Fokus von Gewerbetreibenden, Hauseigentümern, Maklern und beratenden Dienstleistern.“ Ziel des Gewerbemietspiegels sei es, zur Markttransparenz beizutragen und beim Abschluss von Mietverträgen Orientierung zu bieten. Demnach lag der Preis bei der Neuvermietung von Ladenflächen in den 1B- und den Nebenlagen in Wiesbaden mit 80 Euro je Quadratmeter in der Spitze etwa auf Vorjahresniveau. Die Mindestmiete lag bei 9 Euro. Für Büroflächen in Wiesbaden reicht die Preisspanne von 6 bis 15 Euro je Quadratmeter. Im Rheingau-Taunus-Kreis lagen die Quadratmeterpreise für Ladenflächen zwischen 5 und 18 Euro, für Büroflächen zwischen 4 bis 15 Euro.
„Bei der Mietpreisgestaltung können viele Faktoren eine Rolle spielen“, erläutert Steidl. Große Preisunterschiede in ein und derselben Lage könne man etwa auf die Ausstattung der Geschäftsräume zurückführen, ebenso auf den Flächenzuschnitt und die Zugänglichkeit des Gebäudes sowie die Gestaltung der Schaufensterfront. Im Gegensatz zu Wohnimmobilien herrsche bei Gewerbemietverträgen weitgehende Gestaltungsfreiheit, auch was die Miethöhe betrifft. So könne der IHK-Mietspiegel immer nur einen Ausschnitt und eine Momentaufnahme des Gesamtmarktes zeigen. „Den tatsächlichen Mietpreis für ein konkretes Objekt sollte man mit Hilfe eines öffentlich bestellten Sachverständigen oder eines erfahrenen Maklers ermitteln“, rät Steidl.