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Die Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal ist seit Juni 2002 auf der Liste des Unesco-Welterbes. Da das Obere Mittelrheintal der prominenteste Abschnitt des Stromverlaufs ist, wurde es stellvertretend für den ganzen Rhein in die Liste des Welterbes aufgenommen. Einzelheiten dazu finden sich im Antrag zur Aufnahme in die Welterbeliste der UNESCO.
Zwanzig Millionen Tagesgäste jährlich zählt das mittlere Rheintal, zwei Millionen Gäste im Jahr übernachten hier. Der Tourismus ist damit im gesamten Mittelrheintal, aber ganz besonders auch in Lorch und Rüdesheim, ein Wirtschaftsfaktor ersten Ranges. Die IHK Wiesbaden sieht hier eine historische Chance für die Städte Lorch und Rüdesheim, an einer Entwicklung teilzuhaben, welche die Bedeutung des Tourismus in dieser Region weltweit bekannt macht und mit einem amtlichen Qualitätssiegel auszeichnet.
Dabei geht es allerdings nicht darum, das Bestehende zu konservieren, sondern im Gegenteil um eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Region unter Abwägung ökonomischer, ökologischer und sozialer Belange. Dies ist das Ziel der Internationalen Konvention für das Kultur- und Naturerbe der Menschheit die die UNESCO 1972 beschlossen hat (Operational Guidelines for the Implementation of the World Heritage Convention). Die weitere Entwicklung von Handel und Gewerbe ist damit keineswegs ausgeschlossen, da auch die Wirtschaft zu einem prägenden Element des Mittelrheintales zählt. Der Masterplan Welterbe Oberes Mittelrheintal wird im Jahr 2012 erarbeitet und soll dem Welterbekomitee der UNESCO zu Beginn des Jahres 2013 vorgelegt werden.
Die Bürgermeister von Lorch und Rüdesheim haben mit Unterstützung des Rheingau-Taunus-Kreises und des Landes Hessen mit dem Projekt "Initiative Baukultur im Welterbe Oberes Mittelrheintal" unter anderem eine Baufibel erarbeitet.
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